Glutenfreier Nachtisch – Mandelkuchen mit Fruchtkompott
Was könnte besser sein, als glutenfreier Mandelkuchen an Weihnachten?

Wir feiern jedes Jahr Weihnachten im Kreise der Familie, meine Schwester und ich wechseln uns dabei ab, wär am Heiligen Abend das Festmenü kocht. Dieses Jahr sind wir dran und zum ersten Mal stehen wir vor ganz besonderen Herausforderungen. Dass der ein oder andere etwas nicht verträgt, lieber vegetarisch isst oder auf irgendwas allergisch reagiert, daran sind wir bereits gewöhnt. Meist sucht sich das Familienmitglied dann eben aus der Masse, die bei uns immer aufgefahren wird, das raus, was er/sie eben essen kann.

Dieses Jahr stehen wir aber vor neuen Herausforderungen, denn ein Familienmitglied wurde Anfang des Jahres auf Zöliakie diagnostiziert. Jetzt wird bei uns doch recht viel gebacken, ursprünglich wurde dieser Blog sogar mal angelegt, um über unser Brotbacken, Sauerteig und unseren Holzbackofen zu berichten. Ungünstig, denn bei Zöliakie ist man gezwungen, sich glutenfrei zu ernähren und auch wenn wir aus Gründen bereits weitgehend auf Weizen verzichten, so stecken Gluten in fast jeder Art von normalem Haushaltsmehl. Und da Zöliakie nicht nur eine Unverträglichkeit ist, sondern man auf jegliche Form von Gluten, auch in minimalster Menge, verzichten muss, wäre die Benutzung einer “glutenverseuchten” Küchenmaschine, von Holzbrettern, die kontaminiert sein könnten etc. für den Betroffenen absolut schädlich. Aber kein Ding! Wir schlagen uns hier bereits durch eine Reihe von “das kann ich nicht Essen” also schaffen wir auch, eine Zöliakie zu handhaben!

Unser Weihnachtsmenü wird absolut glutenfrei!
Um Kontaminierungen bei der Zubereitung zu vermeiden, bekommen auch die Gäste, die “normal” Essen, ein glutenfreies Weihnachtsmenü.
Ja, ich hör jetzt schon die Fragen “Wie machst du das? Hast du 2 Küchenmaschinen?” etc.. Ja, tatsächlich habe ich mittlerweile eine Reihe doppelter Haushaltshelfer, wie Schneebesen, Schüsseln, Schneidbretter und Messer. Ich habe zwar keine zweite Küchenmaschine, aber ich habe noch ein zusätzliches Handrührgerät, das noch nie mit Gluten in Berührung gekommen ist. Alles wird schön fein säuberlich vom bisherigen Hausrat aufbewahrt und kommt zum Einsatz, wenn eben betreffende Person zu Besuch kommt. Gleiches gilt für glutenfreie Lebensmittel, die ebenfalls getrennt von glutenhaltigen aufbewahrt werden.

Nennt es übertrieben, aber wir haben sogar einen zweiten Backofen* (Affiliate-Link) angeschafft. Ja und ich liebe ihn! Da kommt nichts anderes rein, wie glutenfreie Lebensmittel. Davon gibt es aber genug. Man muss auch mit Zöliakie nicht verhungern.
Der zweite Backofen steht übrigens Outdoor. Vermutlich hassen mich die Nachbarn, weil sie immer wenn ich auf der Terrasse backe, Hunger bekommen, denn es duftet fantastisch, wenn ich darin Brot oder Kuchen backe. Theoretisch könnte ich darin auch räuchern und vielleicht gibt es demnächst mal Pulled Pork aus dem schönen Outdoor-Backofen, denn Fleisch ist ebenfalls glutenfrei.
Ui, eigentlich wollte ich gar keinen Vortrag über Zöliakie und den Umgang damit halten, denn hier gibt es heute ein Rezept für Mandelkuchen mit einem mega leckeren Kompott und das schmeckt so gut, dass man das immer essen kann, auch wenn man Gluten verträgt.

Nur eins noch: “Ich bring dir einen glutenfreien Nachtisch mit”, ist lieb gemeint, aber wenn du nicht dafür sorgen kannst, dass deine Küchenmaschine zu 100 % mehlfrei ist, dann lass es.
Also, bei uns kann dieses Jahr also niemand was mitbringen und wir machen alles selbst. Von den Weihnachtsplätzchen, die Vorspeise, die Hauptspeise und den Nachtisch, wird alles glutenfrei.


Auch in diesem Jahr machen wir, die Rhein-Neckar-Blogger, wieder einen Vor-dem-Advent-Adventskalender. Bereits zum 5ten Mal glühen wir gemeinsam vor, posten Ideen und Rezepte bereits im November, damit Du genügend Zeit hast, alles vor Weihnachten vorzubereiten und den Dezember stresslos genießen kannst. Wir sind mit unserem Vorglühen am 30. November fertig und so kannst du bereits jetzt auf all die Anleitungen zurückgreifen, die wir uns so ausgedacht haben. Am Sonntag hat Simone von “Delicious dishes around my kitchen” ein wunderbares Rezept in ihrem “Türchen” veröffentlicht und morgen wird es bei Sonjy von “Die Foodalchemistin” wieder abartig lecker. Klickt Euch gerne durch. Eine Übersicht gibt es wie immer in unserem gemeinsamen Blog, da sind alle Türchen nochmals gelistet.
Mein erstes Türchen vom Adventsvorglühen in diesem Jahr, habe ich in meinem Kreativblog veröffentlicht. Dort gibt es eine Anleitung für Makramee-Serviettenringe. Schau doch mal vorbei!
Hier geht es jetzt mit einem Rezept zu glutenfreiem Mandelkuchen weiter…

Glutenfreier Mandelkuchen – mallorquinischer Mandelkuchen
Bei uns gibt es also Mandelkuchen, sehr lecker und auch ziemlich einfach herzustellen, sofern man keine Angst vor Eischnee hat. Aber auch das gelingt wirklich einfach, man muss lediglich darauf achten, dass das Eiweiß beim Trennen sauber bleibt. Deshalb schlage ich die Eier immer einzeln auf und trenne das Eigelb vom Eiweiß in eine saubere Schüssel und kippe das Eiweiß immer direkt und einzeln in die Rührschüssel. So vermeide ich, das Eiweiß zu verunreinigen, sollte beim Aufschlagen mal was daneben gehen und Eigelb ins Eiweiß tropfen.

Zutaten
Method
- Eier trennen, Eiweiß zusammen mit einer Priese Salz in einer Rührschlüssel zu Eischnee schlagen
- 200 Gramm Mandeln mit 200 Gramm Puderzucker mischen, das Eigelb und die Vanillepaste zugeben und verrühren.
- Eischnee unter die Masse rühren
- Springform mit Butter einfetten und mit Kartoffelstäre ausstreuen.
- Backofen auf 150 Grad vorheizen und den Kuchen 50 Minuten backen.
- Mit dem Holzstäbchen die Garprobe machen.
- Kuchen in der Form abkühlen lassen und mit dem Tortenretter auf eine Kuchenplatte setzen
- Nach belieben den restlichen Puderzucker mit dem Zimt mischen und durch ein kleines Sieb auf den Kuchen sieben.
Fruchtkompott zu Kuchen und / oder Eis
Zu einem süßen Mandelkuchen passt wunderbar Vanilleeis und / oder Fruchtkompott. Ich habe mich hier für eine tropische Fruchtmischung entschieden, die es im 750 Gramm Pack gefroren bei Edeka gibt. Ich gebe es zu, es war nur meine zweite Wahl, denn ursprünglich wollte ich Mango oder Mirabellen, aber im nachhinein bin ich total glücklich, dass es das gerade nicht gab, den die tropischen Früchte passen ganz hervorragend sowohl zu Eis als auch zum Kuchen. Es lohnt also, etwas mehr davon zu machen und in kleinen Einmachgläsern in den Vorrat zu stellen.


Zutaten
Method
- Mango schälen, Fleisch vom Kern lösen und in kleine Würfel schneiden und beiseite stellen.
- Die Schraubgläser und die Decke sterilisieren, während die restlichen Zutaten zu Mus gekocht werden.
- Restliche Zutaten in einen Topf geben und bei geringer Hitze aufkochen.
- Ca. 15 Minuten alles einköcheln und reduzieren, dabei immer wieder umrühren, damit nichts anbrennt.
- Mit dem Pürierstab alles pürieren und bis zur gewünschten Konsistenz weiter einköcheln lassen.
- In die heißen Gläser die kleingeschnittene Mango verteilen.
- Das pürierte Fruchtmus in die Gläser füllen und sofort die Deckel schließen und abkühlen lassen. Die Gläser ziehen Vakuum (die Deckel wölben sich nach innen).
Das Kompott schmeckt auch total lecker nur zu Vanilleeis oder auch als Fruchtaufstrich auf Brot.

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2 Kommentare
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That sounds like a lovely idea for a gluten-free Christmas dessert!