Essen gegen Arthrose – Das Kochbuch
Ich bin ein großer Fan von Kochbüchern. Okay, das stimmt nicht so ganz. Eigentlich müsste es heißen: Ich bin ein großer Fan von Sachbüchern. Und immer, wenn mich ein Thema interessiert, dann kaufe ich ein Buch. Ja, ich könnte auch Google befragen, das tu ich auch, aber dann kauf ich trotzdem ein Buch. Ich mag es, zu blättern, Bilder anzuschauen und auch Post-its auf Seiten zu kleben.
Vielleicht habe ich diese Marotte auch geerbt, denn mein Daddy hat das schon immer genauso gehandhabt. Und so habe ich jetzt nicht nur eine große Auswahl an tatsächlich geerbten Kochbüchern, sondern im Laufe der Zeit haben sich bei mir auch stapelweise selbstgekaufte Koch- und Backbücher angesammelt.
Ehrlich gesagt, habe ich aus den wenigsten schonmal was gekocht. Oder zumindest nicht so, wie es der Autor angegeben hat. Meist nehme ich die Kochbücher lediglich als Inspirationsquelle. Oft mag ich einzelne Zutaten nicht oder sie sind schwer zu bekommen. Fakt ist, dass diese Sammlung an Büchern weitgehend ungenutzt (aber schön anzuschauen) im Regal stehen. Dabei gibt es hier fast täglich die Frage: „Was gibt’s zu essen, Liebling?“.
(Fakt ist, dass mich – ähnlich wie bei Schuhen – alleine der Kauf eines Buches glücklich macht. Und sei es dahingestellt, ob ich es tatsächlich nutze, die Glücksgefühle sind jeden Cent wert)
Deshalb habe ich beschlossen, dass jetzt mindestens 1 x in der Woche aus einem dieser Bücher ein Rezept ausprobiert wird. Und zwar genau so, wie es im Buche steht.

Der Anfang macht ein Buch von einem meiner liebsten Fernsehköche: Johann Lafer. Ich habe Herrn Lafer vor Jahren mal auf der Buchmesse Frankfurt getroffen. Zufällig. Er lief ganz locker flockig vor mir her und ich habe ihn ganz simple gefragt, ob ich ein Foto von ihm machen dürfte. „Selbstverständlich“ hat er mit seinem unverwechselbaren Dialekt gesagt und lächelte freundlich in die Kamera. Eine Begegnung, die mir in Erinnerung geblieben ist. Den Artikel zur Buchmesse 2012 gibt es übrigens auf meinem Kreativblog, genau wie jede Menge Messeberichte unter dem Label „Messegeschichten –> oder einfach HIER klicken. (Manchmal ist es ganz amüsant sich durch alte Blogartikel zu klicken)

Essen gegen Arthrose – Das Kochbuch von Dr. Petra Bracht, Roland Liebscher-Bracht und Johann Lafer
Das Kochbuch ist erschienen bei Gräfe und Unzer. Ich habe die erste Auflage von 2020 und ich möchte jetzt nicht dafür verurteilt werden, dass ich noch nie etwas aus diesem Kochbuch gekocht habe.

Warum habe ich das Buch „Essen gegen Arthrose“ gekauft?
Fakt ist: ich werde älter und da hat man tatsächlich das ein oder andere Zipperlein. Fakt ist aber auch, ich hatte bereits als junge Frau Arthose in den Knien. Das tat mal mehr oder weniger weh, wurde mit Strom behandelt, was tatsächlich gar nichts brachte. Gefühlt kommen die Schmerzen mit der Belastung und auch mit zunehmendem Gewicht. 2020 wurde mir Arthrose im großen Zeh am rechten Fuß diagnostiziert. Vielleicht habe ich deshalb dieses Buch gekauft, ich habe aber auch eines wegen Gicht gekauft. Es kann ja nicht schaden, so zu kochen, dass der Körper möglichst wenige Beschwerden hat. Das Buch beinhaltet vegane Rezepte bei Schmerzen und Gelenkbeschwerden. Tatsächlich sind aber auch viele Rezepte glutenfrei, was der gezwungenen Ernährung einer meiner Töchter sehr entgegen kommt. (Vegetarische Ernährung und glutenfrei wegen Zölliakie).
Was habe ich aus dem Buch gekocht?
Als erstes Rezept aus dem Buch „Essen gegen Arthrose“ habe ich mich für Sommerliches Buchweizen-Taboulé entschieden. Bei den hitzigen Temperaturen der letzten Tage schien es mir eine gute Wahl und war ein echter Volltreffer.

Leider habe ich direkt beim ersten Gericht gegen meine eigene Regel verstoßen und mich nicht komplett und eins zu eins ans Rezept gehalten. Das lag zum einen daran, dass es im Supermarkt weder Gurken noch Frühlingszwiebeln gab, zum anderen der Broccoli im Kühlschrank weg musste.
Außerdem muss ich gestehen, dass ich beim Einkaufen keinen Birkenzucker gefunden habe. mir Herr Google dann sagte, Xylit wäre Birkenzucker. Auf der von mir gekauften Packung steht das leider nicht. Aber ich habe ihn dann auch vergessen zuzufügen.
Mir hat aber tatsächlich die Süße aus der Melone vollkommen ausgereicht und mir hat das Gericht total gut geschmeckt.
Da alle Zutaten glutenfrei sind, eignet es sich auch zur Ernährung von Zölliakie und ist mal was komplett anderes, da ich nie Obst in einen Salat mache und auch tatsächlich noch nie eine Peperoni roh verarbeitet habe. Das hat aber für meinen Gaumen total harmoniert.

Die vorgegebenen Zutaten lt. Rezept im Kochbuch (für 4 Personen):
- 750 ml Gemüsebrühe (ich benutze Instantgemüsebrühe von Gefro)
- 200 Gramm Buchweizen
- 300 gramm reife Tomaten
- 2-3 Minigurgen (à etwa 150 Gramm) – ich habe stattdessen 1/3 Salatgurke und 1 Zucchini genommen
- 300 Gramm Wassermelone
- 4 Frühlingszwiebeln – ich hab stattdessen 1 rote Zwiebel in Würfel geschnitten
- 1 rote Peperoni
- 1 Bio-Zitrone
- 1 El Birkenzucker – den habe ich vergessen zuzufügen
- 5 El mildes Olivenöl
- je 3 – 4 Zweige Petersilie und Basilikum – Basilikum habe ich frisch von einer Topfpflanze genommen, die Petersilie kam aus der TK
Außerdem habe ich noch die Röschen von 500 Gramm frischem Broccoli zugefügt, den hatte ich noch im Kühlschrank und er musste weg. Als Topping gab es noch einen halben Esslöffel geröster Sesam, das stand so auch nicht im Kochbuch.


Sommerliches Buchweizen-Taboulé – abgewandelt aus dem Kochbuch „Essen gegen Arthrose“
Zutaten
Method
- Gemüsebrühe kochen, den Buchweizen zugeben und bei schwacher Hitze ca. 25 Minuten quellen lassen. Angaben auf der Packung beachten!
- Inzwischen die Broccoliröschen vom Strunk abschneiden, waschen und dämpfen. (Ich stecke ihn 20 Minuten in den Dampfgarer)
- Tomaten waschen, Ansätze wegschneiden und Tomaten würfeln.
- Gurke und Zucchini waschen und würfeln. Ich schäle die Gurke, weil ich die Schale nicht mag, das ist aber jedem überlassen. Bei der Zucchini bleibt die Schale dran.
- Zwiebel schälen und klein hacken.
- Fleisch der Wassermelone (also ohne Schale) würfeln.
- Pepperoni in feine Ringe schneiden
- Basilikum vom Strauch nehmen und in feine streifen schneiden oder zupfen.
- Für die Marinade die Biozitrone heiß abwaschen, halbieren und in eine große Schüssel auspressen. Zitronenschale fein abreiben. Olivenöl hinzugeben und mit Salz und Pfeffer würzen.
- Sobald der Buchweizen und der Broccoli fertig sind, alle Zutaten in die Marinade geben und gut durchrühren. Den Sesam darüberstreuen und lauwarm genießen.
Notizen
Essen gegen Arthrose – das Kochbuch. Die Inhaltsangabe.
Essen gegen Arthrose ist nicht nur ein Kochbuch, es gibt auch einen persönlichen Einblick in die Geschichte Johann Lafers, der selbst unter Arthrose und den damit verbundenen Schmerzen leidet oder besser gesagt, dank entsprechender Ernährung und gezielten Bewegungsübungen, die ebenfalls Teil des Buches sind, gelitten hat.
Es gibt einen kurzen Abriss über die Schmerztherapie und über die Krankheit, ersetzt natürlich aber keinen Arztbesuch.
Die Rezepte sind allesamt vegan, gut beschrieben und sehr vielfältig. Ich konnte recht viele glutenfreie Rezepte entdecken, die leider nicht als solche gekennzeichnet sind. Wo Süße notwendig ist, wird auf Birkenzucker zurückgegriffen, bei Backwaren wird Dinkelmehl verwendet (glutenhaltig), aber es gibt einige Rezepte, die mit Haferflocken gemacht werden (die es auch als glutenfreie Variante gibt).
Die Rezepte sind sehr vielfältig und es gibt sowohl herzhafte Hauptmalzeiten wie Kickererbesn-Erdnuss-Curry oder Linsenbolognes mit Zucchini-Pappadelle als auch hübsche Kuchen wie Himbeer-Avocado-Tarte oder Schokobrownies aus Bohnen und Nachtische wie Himbeer-Gazpacho mit Basilikum-Kokos-Pannacotta.
Zu jedem Rezept gibt es ein ansprechendes Foto.
Werde ich noch mehr Rezepte aus dem Kochbuch gegen Arthrose ausprobieren?
Auf jeden Fall!
Im Grunde bin ich mir jetzt selbst dankbar für diesen Blogartikel, denn die Beschäftigung mit dem Inhalt dieses Buches, hat mich tiefer in die Materie geführt. Ich bin ein bisschen picki mit dem Essen. In meinem Elternhaus gab es einfache Hausmannskost und viel Fleisch und es gibt ein paar Lebensmittel, die ich geschmacklich nicht mag (z. B. getrocknete Tomaten, Oliven oder Koriander). In diesem Buch habe ich aber kein Rezept gefunden, von dem ich mir nicht vorstellen könnte, es zu kochen / backen oder zu essen.
Übrigens: Alle verwendeten Zutaten / Lebensmittel sind im normalen Supermarkt oder auch Discounter erhältlich.
Eine klare Empfehlung nicht nur für Personen, die an Arthrose leiden sondern auch auf jeden Fall für Veganer und Vegetarier.
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Vegane Genussrezepte bei Schmerzen und Gelenkbeschwerden
erschienen bei Gräfe und Unzer
Disclaimer:
Das Buch habe ich selbst gekauft. Der Inhalt des Blogartikels spiegelt meine persönliche Meinung wieder.
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