Buchvorstellung: Jamie Oliver – Eat Yourself Healthy
Das Buch Eat Yourself Healthy von Jamie Oliver habe ich Ende letzten Jahres gekauft. Wie das so oft ist, will Frau mit guten Vorsätzen ins neue Jahr starten. Zwischen Weihnachten und Neujahr steht immer ein Besuch im Buchladen auf dem Programm und dieses Mal durfte das für mich erste Buch von Jamie Oliver mit.

Eat Yourself Healthy – iss Dich gesund! Ein guter Titel. Wollen wir nicht alle gesund und fit sein? Essen kann dazu beitragen. Also schaun wir mal, was Jamie Oliver dazu beitragen kann..
Grundsätzlich ernähre ich mich bereits relativ gesund und ausgewogen, wären da nicht immer diese Ausreißer in Form von Fressattaken und willkürlichem alles in sich hineinstopfen. Bei mir kommt das vor, wenn ich gestresst, müde und hungrig von der Arbeit kommen und der Tag mal wieder länger war, als die vorgesehenen 8 Stunden Arbeitszeit. Dann schaffe ich es oft nicht, noch zu kochen, sondern esse alles, was mir in die Hände fällt. Da ist gute Vorplanung eigentlich der Schlüssel dazu, dass bereits das Richtige im Kühlschrank oder Vorrat auf mich wartet und das ist einer der Gründe, warum ich dieses Buch gekauft habe.
Eat Yourself Healthy, Rezepte für ein neues Lebensgefühl von Jamie Oliver
Das Kochbuch in deutscher Sprache ist erschienen bei Dorling Kindersley. Die Originalausgabe erschien 2025 in Großbritannien bei Michael Joseph.
Eat Yourself Healthy: Rezepte für ein neues Lebensgefühl inkl. 2-Wochen-Kickstarter-Plan, 50 Hacks und 120 Rezepte für eine gesündere Ernährung * Affiliate-Link

Warum habe ich das Buch „Eat Yourself Healthy“ gekauft?
Mich hat vor allem angesprochen, dass das Buch von Jamie Oliver einen 2-Wochen-Kickstarter-Plan beinhaltet. D. h. es gibt einen Speiseplan, indem die Mahlzeiten pro Tag für 2 Wochen vorgegeben sind. Diese beinhalten mindestens 7 Portionen Gemüse und Obst täglich, durchschnittlich 30 Gramm Balaststoffe und 50 Gramm Eiweiß pro Tag, eine Portion Milchprodukte oder auch eine milchfreie Alternative pro Tag sowie eine Reihe an Kohlenhydraten.
Was gefällt mir besonders an „Eat Yourself Healthy“ von Jamie Oliver?
Ich mag die Erklärungen. Es ist ja nicht so, dass Frau nicht weiß, was eigentlich gesund ist oder dass nur ein Kaloriendefizit zu einer Gewichtsabnahme führt. Bevor es aber mit den eigentlichen Rezepten los geht, gibt es eine Menge wichtiger Tipps, die einem nochmals schön vor Augen geführt werden.
Das beginnt mit einem ausgewogenen Teller. Wie sieht er aus, wie sollte sich die Mahlzeit zusammensetzen / Anteile an Obst und Gemüse, Eiweiß, ungesättigte Fette, Milchprodukte und Kohlenhydraten.
Die 7 am Tag: Grundsätzliches über Obst und Gemüse, wieviel ist eine Portion (ohne diese abwiegen zu müssen), Aufnahme von Nährstoffen, Vitamine und Mineralien.
Dann gibt es die Kategorien Frühstück, Mittagessen und Abendessen.
Hier fällt mir das Frühstück immer am Schwersten, da ich Brötchen und Wurst liebe und äußerst ungern zu Joghurt oder Müsli greife. Aber auch hier wurde ich nicht enttäuscht, es gibt nämlich beide Varianten und damit kommen wir dann auch schon tatsächlich zu der nächsten Kategorie der Buchbesprechung nämlich…
Was habe ich aus dem Buch gekocht?
Ich habe nicht gekocht, ich habe gebacken: als erstes Rezept habe ich die Grundlage für mein Frühstück geschaffen und Proteinbrötchen gebacken.

Das Rezept reicht für 12 richtig große und mächtige Brötchen. Die Größe kann man auf den Fotos in Büchern ja oft schlecht erkennen. Aber diese Brötchen sind wirklich groß und ein belegtes Brötchen reicht locker zum satt werden.
Jamie Oliver empfiehlt für eine Tiefkühlreserve bereits einen Teil der Teiglinge nach dem Aufgehen im ungebackenen Zustand einzufrieren, da ich das Rezept aber erst einmal genau wie im Buch angegeben backen wollte, habe ich die komplette Masse gebacken und anschließend die fertigen Brötchen portionsweise eingefroren. Die hohle ich bei Bedarf aus dem Tiefkühler und backe sie kurz im Airfryer auf.
Rezept für Proteinbrötchen nach Jamie Oliver (nicht das Originalrezept)
Da ein Familienmitglied auf eine Zutat aus dem Originalrezept allergisch ist, habe ich diese weggelassen.

Zutaten
Methode
- Die Trockenhefe in handwarmem Wasser auflösen
- Die Nüsse und Kerne im Multizerkleinerer vermalen, so dass sie fast zu Mehl werden
- Mehl mit dem Backpulver und Salz mischen
- Mehlmischung und Nuss-/Kernemischung in die Rührschüssel der Küchenmaschine geben, 2 Eier zugeben, Frischkäse und Marmite zugeben und alles zu einem homogenen Teig verkneten.
- Den Teig zudecken und an einem warmen Ort für eine Stunde gehen lassen.
- Den Teig in 12 gleichgroße Brötchen formen und auf 2 mit Backpapier ausgelegtes Backbleche legen. Wieder abdecken und nochmals 1 Stunde gehen lassen bis sich das Volumen verdoppelt jat-
- Backofen auf 190 Grad vorheizen.
- Das letzte Ei verquirlen und die Teiglinge damit bepinseln
- Die Backbleche mit den Brötchen nacheinander 20 Minuten backen bis sie braun sind.
- Auf einem Gitterrost auskühlen lassen.
Notizen

Eat Yourself Healthy – Rezepte für ein neues Lebensgefühl – die Inhaltsangabe
Das Buch hat 315 Seiten inkl. Register. Zusätzlich kann man eine Liste aller vegetarischen, veganen, milch- und glutenfreien Rezepte über einen Link aufrufen.
Es gibt 120 Rezepte in Eat Yourselft Healthy untergliedert in Frühstück, Mittagessen und Abendessen sowie Süß & gesund mit Eis, Nachtisch und Kuchen. Alle Rezepte sind schön bebildert. Ich persönlich mag das sehr gerne, weil ich meine Gerichte gerne nach Aussehen aussuche und ich auch finde, dass ein Bild auch bei der Zubereitung hilft.
Die meisten Rezepte sind für 1 oder 2 Personen angegeben, muss man für mehrere Personen kochen, so kann man die Zutaten vervielfachen. Im Abschnitt „Wochenende“ gibt es auch Rezepte, wie z. B. der Hasselback-Lachs für 4 oder 6 Personen, was aber den Zutaten geschuldet ist. Eine Lachsseite von einem Kilo dürfte einfach zu groß sein für ein Paar.
Jamie Oliver gibt außerdem Ernährungs- und Küchentipps sowie Anregungen für einen gesünderen Lebensstil. Am Ende des Buches befindet sich eine Tabelle mit den Nährwerten aller Gerichte, so dass man sich quasi seine Gerichte auch nach seinem persönlichen Bedarf an Kalorien oder auch Eiweis aussuchen kann.
Jamie Oliver versucht einfach nachzuarbeitende und alltagstaugliche Rezepte für einen gesunden Lebensstil aufzuzeigen, die sättigend und ausgewogen sind, so dass man auch ein Kaloriendefizit erreichen und somit auch abnehmen kann ohne auf etwas zu verzichten.

Werde ich noch mehr Rezepte aus dem Kochbuch „Eat Yourself Healty“ ausprobieren?
Auf jeden Fall!
Ich muss ja gestehen, dass ich mich beim Schreiben dieses Blogartikels schon sehr über mich selbst geärgert habe. Ich habe das Buch ja aus einem guten Grund gekauft, tatsächlich auch für die ersten Gerichte eingekauft und dann doch was anderes gemacht und auch die gekauften Zutaten anderweitig verwendet.
Dabei ist das Speiseplan-System von Jamie Oliver richtig gut. Da gibt es z. B. für den Montag Abend ein Gericht, von dem am nächsten Tag eine Portion mit ins Büro genommen werden kann und es gibt Varianten fürs Homeoffice.
Ich bin daran bisher nur gescheitert, weil meine Kochweise ja eher Hausmannskost und eintönig ist und manche Zutaten für mich eher gewöhnungsbedürftig sind und sich nicht in meinem Vorratsschrank befinden. Da muss ich aus meiner Komfortzone raus. Ich habe mir auch schon ein System überlegt:
Ich habe mir kleine Faltkisten zugelegt -> solche zum Beispiel *Affiliate-Link. Ich habe sie sehr günstig bei Jysk gefunden. Normalerweise schreibe ich meinen Einkaufszettel nach Kategorie, also Obst und Gemüse, Gewürze, Wurst und Fleisch, Kühlregal etc.., das hat hier nicht funktioniert, nach dem Wegräumen wusste ich nicht mehr, welche Zutat ich für was gekauft hatte. Für diese neuen Rezepte und das Kochen nach Plan benutze ich zukünftig Karteikarten zum Einkauf der Lebensmittel. Ich kaufe also gezielt pro Gericht ein und nach dem Einkauf wird alles in diese Kisten sortiert zusammen mit der Karteikarte auf der das Gericht sowie die Seite im Buch steht, ins Vorratsregal oder in den Kühlschrank gestellt.
Wie ich das mit angefangen Produkten mache, z. B. weil 4 TL Hariss-Paste im Rezept für die Thunfischplatte stehen weiß ich noch nicht.
Hier ist übrigens auch so ein bisschen mein Wermutstropfen. Jamie Oliver ist ja ein britischer Koch und manche sagen, die Briten würden komische Sachen essen. Das mag ich jetzt nicht zu beurteilen, bei unserem letzten Aufenthalt in London sind wir noch gut mit Fish und Chips oder Hamburgern über die Runden gekommen. Tatsächlich wird in dem Buch mit Zutaten gekocht, die hier auf dem platten Land nicht zu finden sind. Z. B. verwendet Jamie Oliver für das Rindfleisch mit Schwarze-Bohnen-Sauce 80 Gramm Wasserkastanien in Scheiben aus der Dose. Die musste ich ergoogeln. Für die Proteinbrötchen verwendet der Fernsehkoch 1 TL Marmite *Affiliate-Link, und weil ich unbedingt das Rezept im Original so wie im Buch nachbacken wollte, war ich in jedem Vollsortiment-Supermarkt (und auch in den Discountern) im Umkreis – ohne Erfolg. Am Ende habe ich ein Glas bei Amazon bestellt. Was mach ich jetzt aber mit dem Rest?
Es könnte also Schwierig werden, wenn man alle Rezepte unverändert probieren möchte oder man muss eben etwas weglassen oder selbst experimentieren.
Ich werde aber demnächst versuchen dem 2-Wochen-Plan aus dem Buch eine Chance zu geben.
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